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Zuchtbericht Angolagirlitz

Der Angolagirlitz(ochrospiza atrogularis)Beschreibung:Groesse ca. 13 cm. Bild 1 u. 2 a.o. atrogularisBild 3 u. 4 a.o. somerineHerkunft und Lebensweise:a.o. atrogularis: Zimbabwe, Ost-Botswana, südliche bis nördliche Cap Provinz, Süd Afrikao.a. deserti: suedl. Angola (entlang der Küste) und Namibia. Südliche bis nördliche Kap Provinz, Süd Afrikao.a. semideserti: Nordost Namibia, südliches Angola und südwestliches Zambia. Durch das nördliche Botswana bis West- und Nordwest Zimbabwe und Süd bis Nordwest Transvaal, sowie Süd Afrika.o.a. lwenarum: Angola, südliches Zaire, Zambia bis nördliches Zimbabwe und südwestliches Tansania.o.a. impiger: südliches Transvaal bis zur nördlichen Kapprovinz, Süd Afrika.o.a. seshekeensis: südwestliches Zimbabweo.a. somereni: östliches Zaire, westliches Uganda bis westliches Kenia (Kakamega-Siaya-Region).Peter Clement führt in seinem Buch Finches & Sparrow auch folgendeArten als Unterart des Angolagirlitz auf.a.o. reichenowi: Reichenowgirlitz: südliches und Zentral Ethiopien. Östliches Uganda bis Kenia und nordöstliches Tansania.a.o. xanthopygius: Gelbbürzelgirlitz: nördliches Ethiopien.Ebenso wird in machen Literaturen auch a.o. rothshildi (Rothschildgirlitz)als Unterart des Angolagirlitz gesehen.Gelege: 3 – 4 Eier, weiß mit brauner Sprenkelung am stumpfen Ende.Brut und Nestlingsdauer: 12 - 14 Tage die Jungvögel fliegen nach 14 Tagen aus.Fütterung: Meine Angolagirlitze erhielten als Grundfutter Girlitz I der Fa. Blattner. Grundbestandteile sind verschieden Hirsesorten, Grassaaten. Zusätzlich fütterte ich je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit Chiccorie, Löwenzahnköpfe sowie Löwenzahnblätter . Ebenso Hirtentäschel, Vogelmiere oder auch Stachellattich. Mein Hauptaufzuchtsfutter ist die eingefrorene halbreife Silberhirse. Ebenso wurde zur Aufzucht Keimfutter für Girlitze vermengt mit meinem selbstgemischten Eifutter gereicht. Mein Eifutter mische ich wie folgt. Ich nehme ein gutes Insektenfutter – am besten Honiginsektenfutter – und gebe dieses in die Mulinette. Dann wird dieses kleingehexelt. Das so behandelte Insektenfutter vermenge ich dann zu einem Teil Insektenfutter mit 3 Teilen handelsüblichen Eifutter. Als Insektenfutter füge ich Orlux Insekt Patee bei. Haltung, Eingewöhnung und Zucht: Meine Vögel werden in Boxen mit der Massen 130 cm x 70 cm x 70 cm gehalten. Im Sommer kommen die Tiere in die Freivoliere und werden da mit anderen Girlitzen und Zeisigen vergesellschaftet. Nachdem meine Ursprungstiere Wildfänge waren, fiel die Zuchtzeit in unsere Wintermonate. Je nach Witterung wurden meine Angolagirlitze im Oktober in den Zuchtraum genommen. Männchen und Weibchen wurden getrennt gehalten. Zu diesem Zeitpunkt wurde noch nicht geheizt und die Lichtdauer lag bei ca. 14 Stunden. Dies ist zwar etwas lange für die Ruhephase, doch da ich berufstätig bin, muss ich die Lichtdauer meinen Möglichkeiten der Fütterung anpassen. Ab November wird die Lichtdauer dann verlängert. Ebenso wird die Temperatur langsam auf 20 Grad erhöht. Im November konnte ich meine Tier kaum bremsen. Nachdem ich nach ca. 3 Wochen aus dem Urlaub zurückkam, hatten sich die Weibchen alle komplett an der Brust gerupft. Ich setzte die Vögel deshalb paarweise in die genannten Boxen. Ein Paar begann nach 1 Woche mit dem Nestbau. Nach ca. drei Tagen lag das erste Ei im Nest. Es wurden noch weitere 2 Eier gelegt. Alle drei waren befruchtet, jedoch schlüpften nur zwei Jungtiere. Ab diesem Tag wurde täglich drei mal halbreife Silberhirse gegeben. Diese wurde auch begierig genommen. Das gereicht Eifutter wurde ebenso angenommen. Die Jungtiere entwickelten sich gut und wurden nach ca. 8 Tagen mit 2,5 Ringen beringt. Die Ringvorgabe lt. DKB ist zwar 2,2 aber das Wohl der Vögel ist mir wichtiger wie evtl. Ausstellungserfolge. Insgesamt wurden drei Bruten durchgeführt. Da das Weibchen weiter brüten wollte, wurde das Paar in eine Gemeinschaftsvoliere im Vogelraum umgesetzt. Als Nistgelegenheit wurden Kaisernester und normale Kanariennistkörbe verkleidet mit Kunstpflanzen eingesetzt und angenommen. In die Nester lege ich eine Kokoseinlage. Auf diese lege ich dann noch eine Filznisteinlage. An Nistmaterial wurde eine Scharpie/ Baumwolle/ Sisalmischung genommen. Nach meiner Beobachtung nehmen die Tiere jedoch in erster Linie die Baumwolle zum Nistbau. Dies kann zur Folge haben, dass der „Nestboden“ sehr weich wird und die Eier darin „verschlupfen“. Hier hilft ein kleiner Trick. Wenn ich dies feststelle, zerrupfe ich eine Filzeinlage so, dass ich diese in die Nestmulde eindrücken kann. Darin können die Eier nicht mehr versinken. Nach der Zuchtperiode wurden die Tiere in die Außenvoliere gesetzt. Nachdem im September die Nachttemperaturen gegen 0 Grad gingen, setzte ich die Vögel in den Vogelraum um. Zu diesem Zeitpunkt waren die Hähne wieder voll in Brutstimmung. Bei einem neu gefundenen Paar zeigte sich bereits zu diesem Zeitpunkt ganz deutlich ein Legebauch. Zusätzlich hatte sich das Weibchen an der Brust komplett gerupft. Die Vögel wurden separat in eine Box gesetzt. Durch das Umsetzen in den Innenraum wurde anscheinend die Rangordnung der ganzen Gesellschaft gestört. Es kam nun zu Streitigkeiten unter den einzelnen Männchen. Zwar sangen diese auch in der Außenvoliere schon recht feurig, nun wurden sie aber auch aggressiv. Deshalb wurden sie am 22.09. paarweise in die Zuchtboxen umgesetzt. Weitere Weibchen zeigten nun schon den Ansatz eines Legebauches.Zum Zuchtverhalten lässt sich sagen: Das Zuchtpaar somereni vertrug sich während der gesamten Brutzeit vorbildlich. Einziger Wermutstropfen, das Weibchen war sehr triebig.Einmal verließ es nach 6 Tagen das Gelege und baute ein neues Nest. Bemerkenswert dabei, in das selbe Kaisernest, neben das alte Gelege. Bei meinem Zuchtpaar der Nominatform verlief die Zucht nicht so reibungslos. Der Hahn war nach dem Schlupf der Jungen wieder so in Brutstimmung, dass er die Henne so stark trieb, dass diese die Jungen nicht mehr richtig fütterte. Von Dreien wurde deshalb nur eines selbständig. Bei der nächsten Brut wurde schon das Gelege nach einigen Tagen der Bebrütung zerstört. Deshalb entschloss ich mich, den Hahn sofort nach dem Ablegen von der Henne zu trennen. Es wurden noch zwei Jungvögel groß gezogen. In der diesjährigen Zuchtperiode versuchte ich es mit einem Trenngitter. Leider ohne Wirkung. Die Henne kümmerte sich mehr um den singenden Hahn und nicht um ihre Jungen. Im Moment versuche ich es mit einem geschlossenen Trennschieber, damit die Henne den Hahn nicht mehr sieht.Abschließend möchte ich den Angolagirlitz als angenehmen nicht sehr schwierigen Girlitz einordnen. Natürlich kommt es auf den individuellen Vogel an. Schließlich und endlich handelt es sich um Girlitze, die im Allgemeinen ein aggressives Revierverhalten an den Tag legen. Ein ständiges Beobachten der Paare ist hier notwendig.Literatur: Finches & Sparrows von Peter Clement Zeisige und Kardinäle von Horst Bielfeld



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